Alarmierung
Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen anfänglich durch Blasen in ein Feuerhorn, Läuten der Kirchenglocken, Ausrufe der Feuerläufer und später durch manuelle Betätigung der Sirenen oder Telefonketten der einzelne Feuerwehrmann zur Wache gerufen wurde, gibt es heute nur noch die Alarmierung über Funk.

Allerdings auch in der Ära der Funkalarmierung befinden wir uns bereits im zweiten Zeitalter. Während früher Funkmeldeempfänger über 5-Ton-Folgen ausgelöst wurden, die über den normalen Funkkanal gegeben wurden, werden die neuen Melder über ein digitales Netz ausgelöst. Dieses ist zu vergleichen mit den allgemein bekannten Handynetzen. Wo früher auf den Piepton des Melders die Durchsage des Leitstellendiponenten folgte, erscheint nun die Einsatzdepesche auf dem Display.

Als Empfänger wird bei der Feuerwehr Schenefeld der Digitale Meldeempfänger TYP "Boss 925" der Firma Swissphone verwandt.


Die Leistungsmerkmale gibt die Firma Swissphone wie folgt an:

- Express-Alarm 32 RIC / 128 Adressen
- 9 Nutzerprofile und eine Erweiterung
- PLL - programmierbare Empfangsfrequenz
- 4 oder 5-zeilige Darstellung der Schrift schaltbar
- 16 Zeichen oder 20 bzw. 21 Zeichen pro Zeile einstellbar
- 4,8 mm Schriftgröße
- 3 starke LED als Displaybeleuchtung
- Anruferinnerung (Flash-LED)
- einfachste Einhandbedienung über 3 Tasten (Scroll, zurück, große Bestätigungstaste)
- Meldungsausgabe über Schnittstellengerät programmiebar


Da eine Alarmierung aller Einsatzkräfte für jeden Einsatz nicht zweckdienlich und auch nicht praktikabel ist, wurden alle Kameradinnen und Kameraden auf verschiedene RICs (Alarmgruppen) aufgeteilt. Dabei wird zunächst zwischen Tag- und Nachtalarm unterschieden. Für beide wurden Klein-, Gruppen- und Zugalarme definiert. Hierbei ist jedes Mitglied in den Nachtalarm eingebunden, am Tage sind je nach Verfügbarkeit die Klein- und Gruppen-RICs vergeben worden. Der Zugalarm ist am Tage über den Vollalarm abgebildet.